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April 2011
Wanderung
„Delmenhorster Gegeest“ Stenum – Mitttelhoop – Hasbruch – Rethorn -
Stenum von Tura76 am 9. April 20011
„Im
Märzen der Bauer, die Rösslein einspannt….“
Dieses Frühlingslied
passte zu dem Wandertag in der „Delmenhorster Geest“ und wurde von den 29
Wanderfreunden der Tura-Wandergruppe am Rastplatz auf halber Wanderstreckenlänge
am Rande des Hasbruch gesungen.
Die Gruppe fuhr mit Pkw zum Ausgangspunkt der Wanderung nach
Ganderkesee-Stenum, wo man an „Lüschen´s Bauendiele“ parkte. In einer
ersten Einweisung an der Wandertafel wurden die Wanderer in die Wanderstrecke
eingewiesen, die auf die Geestplatte der „Delmenhorster Geest“ auf
Gebiet der Großgemeinde Ganderkesee führte. Diese Platte zwischen Delmenhorst
und Hude erhebt sich 20 bis 45 m über ihre Umgebung, deren Böden aus meist
lehmhaltigen Sanden über Geschiebelehm und Lauenburger Ton besteht und aufgrund
ihres Nährstoffreichtums fruchtbar sind. Sie bieten anspruchsvollen Laubhölzern,
wie Eiche, Buche und Hainbuche gute Wuchsbedingungen. Kernstück der
Wanderstrecke war das Stenumer Holz, welches sich durch kraftvolles und gesundes
Wachstum auszeichnet und unter dem Kronendach der Eichen eine reichhaltige und
üppige Strauch- und Krautflora enstehen lässt.
Zunächst wanderte die wohlgestimmte Gruppe bei strahlendem
Sonnenschein, aber kühlem Wind, zu den kleinen Waldstücken des „Großen
Mittelhoop“ und des „Kleinen Mittelhoop“, ehe man südlich der Gemeinde
Bookholzberg die stark befahrene B212 überquerte, um danach auf kleinen
Asphaltsträßchen, an den Bauernhöfen von „Grüppenbühren“ vorbei, bei
Westerloge den Ostrand des Hasbruch erreichte. Rechts vom Waldrand die satten grünen
Wiesen, links der noch helle, lichte Wald, auf dem sich die Bodendecker in den
Sonnenstrahlen ausbreiteten.
An einem kleinen versteckten Teich mit alten Holzsitzbänken
ließ man sich zur Vesper- und Gesangspause nieder. So wie das herrliche Frühlungswetter
und die aufwachende Natur fühlten sich auch die Wanderer an diesem Tag:
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Die
linden Lüfte sind erwacht.
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Die
Welt wird schöner mit jedem Tag,
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Sie
säuseln und weben Tag und Nacht.
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man
weiß nicht, was noch werden mag,
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Sie
schaffen an allen Enden.
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das
Blühen will nicht enden.
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O
frischer Duft, o neuer Klang!
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Es
blüht das fernste, tiefste Tal;
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Nun,
armes Herze, sei nicht bang!
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nun,
armes Herz, vergiß die Qual!
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Nun
muß sich alles wenden.
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Nun
muß sich alles, alles wenden.
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Ludwig
Uhland
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Die Wanderstrecke führte zum nordwestlichen Wanderparkplatz am ehemaligen
„Waldhof Hasbruch“. Da kamen bei einigen Wanderern alte Erinnerungen an
Tanznachmittage und Kaffeegartenbesuche in früheren Zeiten. Hier entsteht zur
Zeit ein neues großes Wohngebäude mit einer neu gestalteten Außenanlage, die
auf ein späteres Ausflugslokal schließen lässt. Am Reitplatz im Ortsteil
Heidenkamp vorbei ereichte die Gruppe auf dem Rückweg den „Kleinen
Mittelhoop“, um dann in Richtung Reethorn abzubiegen. Über den „Rethorner
Dorfplatz“ erreichte man über den Weg „Am Walde“ den Nordteil des
Stenumer Holzes, das nun zügig in südlicher Richtung durchquert wurde, um pünktlich
in „Lüschen´s Bauerndiele“ die Kaffeetafel zu erreichen. „Stenumer
Holz“ und die großen Ausflugsgaststätten sind beliebte Ausflugsziele für
Delmenhorster und Bremer Naturfreunde. Ein großzügig angelegeter Wander- und
Lehrpfad unterrichtet den Wanderer über die Bäume, ihr Alter, die Sträucheer,
Blumen und Tiere. Bei solch einem Waldspaziergang darf man gerne einmal die
Gespräche verstummen lassen um, wie Kafka meint, eine Viertelstunde
nachzudenken:
„In
den Wäldern sind Dinge, über die nachzudenken man jahrelang im Moos liegen könnte.“
Bericht: Peter Lederle
Bild: Manfred Mertineit
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