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April 11

Frühwanderung "Oberneuland" mit Spargelessen
am Samstag, 7. Mai 2011

    Ideales Wanderwetter mit morgendlichem Sonnenschein empfing die 21-köpfige (gemütliche) Wandergruppe, die sich am Oldenburger Bahnhof morgens um 08:00 Uhr einfand, um mit Bus, Bahn und Straßenbahn zur 12 km langen Frühwanderung mit Spargelessen auf Bremer Wandergebiet  aufzubrechen.
     Viele Stammwanderer waren an diesem Wandertag verhindert, da sie sich –seniorengerecht- bereits in der Vorsaison auf Reisen befand. Die Einteilung in 5-köpfige Untergruppen bewährtesich wieder einmal bestens, um dem Wanderführer die ständige Kontollprüfung zu ersparen. Wanderfreundin Doris unterstützte den Wanderführer bei den organisatorischen Dingen der Tour, so dass dem Wanderwart der Rücken frei blieb für die anspruchsvolle Wegeführung. Schließlich waren mehrere Higlights am Wanderweg.
    Das erste war der parkähnliche prachtvolle  Riensberger Friedhof, auf dem einige prominente Bremer Bürger ihre letzte Ruhestätte haben. Erster Anlaufpunkt war das hochgepriesene „Kolumbarium“, welches leider gsechlossen war.


(„Kolumbarium, auch Columbarium (von lateinisch columbarium, der Taubenschlag; zu columba, die Taube), war ursprünglich die Bezeichnung für einen Taubenschlag; wegen der optischen Ähnlichkeit wurden dann auch altrömische Grabkammern mit reihenweise übereinander angebrachten Nischen zur Aufnahme von Urnen nach Feuerbestattungen so benannt. Heute bezeichnet man als Kolumbarium ein Gebäude oder Gewölbe, das der Aufbewahrung von Urnen dient und oft einem Friedhof oder Krematorium angegliedert ist. – Wikipedia 07may2011).


   Der Weg führte am Focke-Museum vorbei über die Horner Heerstraße  zum Westeingang des Botanischen Garten und Rhododendron-Park, dem zweiten Highlight dieses Wandertages. Welch eine Blütenpracht in dem in voller Blüte stehenden Parkteil mit dem Rhododendron-Wald, der sich bis zur Autobahn hinzog, die es dann zu überqueren galt. Davor machte man aber noch eine kleine Trinkpause  am Eingang zur Botanika, wo Christel und Klaus planmäßig auf verkürztem Weg zu der Gruppe gestoßen waren. Nach unterqueren der Marcus-Allee, einer der ersten Bremer Adressen, folgte man dem Rad- und Wanderweg längs der Autobahn bis man diese über eine Fußgängerbrücke in ostwärtiger Richtung überqueren konnte um dann einen der jüngeren Parkanlagen Bremens, den „Achterdiek-Park“ zu erreichen. Dieser Park wird, wie der Bremer Bürgerpark, auf dem Gelände des ehemaligen Tierparks Oberneuland durch eine Privatinitiative betrieben. Nun führte der Wanderweg durch eine Oberländer Wohngegend, damit die Bahnlinie Bremen-Hamburg unterquert werden und der eigentliche Stadtteil Oberneuland erreicht werden konnte. Auf dem „Modersonweg“ (die nächste Wandertour nach Fischerhude läßt grüßen!) mit den schönen Villen beidseits der Straße erreichte man die Rockwinkeler Heerstraße, von der es über den Rilkeweg in Richtung „Oberneulander Heerstraße“ weiter ging. Auf dem Weiterweg an der Oberneulander Kirche vorbei zum „Park Gut Hodenberg“ waren die alten, großen Parkanlagen „Heinekens Park“, „Höpkensruh“, „Ichon´s Park“, Muhle´s Park“ mit dem vielen Grün und den noblen großzügigen Villen und Landhäusern zu bewundern, eine wahre Augenweide dieses noblen Bremer Stadtteils.
     Nun
galt es, es war schon recht warm geworden, zügig das „Ausflugsrestaurant Hodenberger Diele“ auf dem Hodenberger Deich zu erreichen. Um keinen zu großen Umweg zu machen, führte der Wanderführer die langsamer werdende Gruppe duch ein kleines Wohngebiet und einem verborgenen Wanderweg zum Restaurant, in dem die Mittagstafel gedeckt war und der Spargel auf die hungrigen und durstigen Wanderer wartete. Kurz zuvor war noch Wanderkamerad Walter mit seinem Fahrrad zur Gruppe gestoßen.

    Um die Zeit bis zum Mittagessen zu verkürzen sangen die Wandersleut sämtliche Strophen des Maienliedes „Der Mai ist gekommen…“. Dann kamen aber ausch schon die Platten und Schüsseln mit Spargel satt und Schinken und Schnitzel. Man ließ es sich gut schmecken und nahm nach ausgiebiger Pause den Rückweg zum Bahnhof Oberneuland, wo kurze Zeit später bereits der METRONOM einfuhr und die Wanderer nach Bremen zurückbrachte und die Nordwestbahn auch schon bereit stand. Die Fahrten in den klimatisierten neuen und leeren Zügen waren kurzweilig. Kurz nach 16:00 Uhr erreichten die zufriedenen Wanderer den Oldenburger Bahnhof und den Linienbus, der alle zügig nach Hause brachte.

Es war ein sehr abwechslungsreicher Wandertag in einer Gegend, welche kaum einer kannte. Diese Wandertour wurde im Herbst 2010 noch von Gerda mit vorerkundet und „Hilfswanderführerein Gisela“ hatte die genaue Tour im April radelnd  miterkundet.

Der folgende Spruch in der Hodenberger Diele enthält wohl eine große Weisheit:

„Man soll dem Leib etwas Gutes bieten, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen“  

Bericht:       Peter Lederle
Bilder:   Manfred Mertineit