Die Kindheit und Jugend von Kriemhilde Auguste Johanna


Inhalt * Kindheit und Jugend * mein Grossvater * die Bremer Jahre

Meine Grossmutter wuchs als Waise auf. Ihre Mutter Margarete Martha Marie VOSSBERG-STRECKERT starb 1913 bei der Geburt eines Kindes, welches ebenfalls verstarb. Ihr Vater Otto Albert Gustav SCHACHT fiel im Ersten Weltkrieg. Ihren Vater hat sie kaum gekannt, da er dauernd im Krieg war. Aus dem Krieg hatte er noch einen Brief geschrieben, dass, falls ihm etwas zustossen sollte, meine Grossmutter bei seiner Mutter Laura aufwachsen solle. Sonst waere sie bei der Familie Streckert aufgewachsen. So aber blieb sie bei ihrer Grossmutter und ihrer Tante Marie genannt „Miezi“, der juengsten Schwester ihres Vaters. Diese hatte keine eigenen Kinder. Laura war 1912 Witwe geworden. Bis dahin hatte Laura in Hoekendorf gewohnt, doch nach dem Tode ihres Mannes zog sie nach Stettin zu ihrer Tochter Marie.

Zusammen mit ihrer Grossmutter und Tante Miezi wohnte Kriemhild dann in der Wohnung von Kriemhilds Eltern in der Erichstrasse 1 in Stettin. Spaeter wohnten auch ihre Vettern Kurt und Werner Millow (die Soehne von Tante Gretel, einer Schwester meines Ur-Grossvaters) bei ihnen, da es in Marzahna, wo die beiden lebten, nicht moeglich war auf die Oberschule zu gehen. Kriemhild ging auf das Gesenius-Wegener-Lyzeum, welches in der Friedrich-Karl-Str. 40 war. Jeden Tag musste sie eine Stunde hin- und zurueckgehen. Nur im Winter bekam sie Geld fuer eine Strassenbahnkarte. Mit dabei war ihr Onkel Carl Busse, der Mann von Tante Miezi. Er musste sogar noch weiter laufen. Er arbeitete bei Iduna Germania als Grafiker in der Werbeabteilung.

Irgendwann zogen sie dann alle in die Koenig-Albrecht-Strasse, wo es mehr Platz gab. Dort lebten sie jedoch nur zwei Jahre. Der Mann von Tante Miezi, Carl Busse, hatte eine neue Stellung beim Ullstein-Verlag in Berlin angenommen. Er war Maler und Graphiker und war dort in der Abteilung Jagd angestellt. 1932 zogen meine Grossmutter Kriemhild, Tante Miezi, Onkel Carl und ihre Grossmutter Laura in Berlin in den Quermatenweg 188. Das Haus war sehr schoen gelegen, direkt gegenueber des Grunewalds. Meine Grossmutter hat bis zu ihrer Hochzeit 1936 dort gelebt, Tante Miezi und Onkel Carl lebten bis 1948 dort und zogen dann nach Hamburg, später nach Köln und zuletzt ebenfalls nach Bremen.

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Zuletzt geändert: 15.01.2006, 14:17:51