Die Schwedische Besetzung Pommerns



1630 wurde Pommern im Zuge der Auseinandersetzungen des Dreißigjährigen Krieges von schwedischen Truppen unter König Gustav II Adolph besetzt. Nach Abschluss eines Bündnisvertrages zwischen dem schwedischen König und dem Pommerschen Herzog Bogislaw XIV waren die Schweden faktisch im Besitz der militärischen und politischen Macht in Pommern. 1637 starb mit dem Tode des pommerschen Herzogs das Greifengeschlecht aus. Trotz der Erbansprüche Brandenburgs setzte Schweden in den Friedensverhandlungen von Münster und Osnabrück 1648 eine Teilung durch. Vorpommern bis zur Oder mit Stettin und einem schmalen Streifen jenseits fiel an Schweden, Hinterpommern an Brandenburg. Rechtlich gesehen blieb der schwedische Teil Pommerns Teil des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und wegen des Bündnisvertrages von 1630 mussten die Schweden die alte pommersche Landesordnung übernehmen.

Quelle:

Die schwedische Landesaufnahme von Vorpommern 1692-1709 und ihre wissenschaftliche Auswertung von Eginard Wegner