Die Kanalisation

Unter den Straßen Salzhausens liegen gut 137 Kilometer öffentliche  Kanäle. Das Abwasser von rund 14.000 Einwohnern aus der Samtgemeinde wird in Trennsystemen dem Klärwerk Salzhausen zugeführt und dort gereinigt. Stand 2007

Trennsystem

In einem Trennsystem wird das Schmutz- und Regenwasser in jeweils getrennt gebauten Kanälen abgeleitet. Dabei wird das Regenwasser über Rückhaltebecken, die naturnah gebaut sind und in denen durch Absetzungen und biologische Prozesse eine Teilreinigung erfolgt, in naheliegende natürliche Gewässer (z. B. Aue, Luhe) eingeleitet. In die Straßen- und Hofabläufe darf kein verschmutztes Wasser (z. B. durch Autowäsche) oder sonstiges Abwasser gelangen, da dieses verschmutze Wasser nicht über die Kläranlage läuft. Das Schmutzwasser gelangt über diverse Pumpwerke, die Unterschiede im Geländeniveau ausgleichen, zur Kläranlage. Die Regenkanalisation ist mit Betonrohren ausgestattet und hat einen größeren Querschnitt um Stoßbelastungen durch Regenereignisse sicher abzuleiten. Für die Schmutzwasserkanalisation werden in der Regel Steinzeugrohre verwendet. Steinzeug (gebrannter Ton) ist resistent gegen das aggressive Abwasser; Beton wird angegriffen.

(Pumpstation "Am Waldbad" Salzhausen)

(Das Innere einer Pumpstation mit Tauchpumpen)

Pumpstationen

Die Samtgemeine Salzhausen betreibt 13 Hauptpumpwerke und 15 kleinere Pumpwerke, die sich über das ganze Gemeindegebiet verteilen. Zusätzlich betreut man noch 6 Pumpwerke der Samtgemeinde Hanstedt und das dortige Kanalnetz.
Das Abwasser von Hanstedt wird von einem Pumpwerk am Egestorfer Bahnhof über eine Druckrohrleitung nach Salzhausen gefördert.

Leider kommt es immer wieder zu Verstopfungen von Pumpstationen durch Gegenstände, die nichts im Kanal zu suchen haben. Die Palette reicht von Bauschutt über Kleidungsstücke bis zu Haushaltsgegenständen. Selbst ein schnurloses Telefon wurde schon aus einem Pumpenlaufrad entfernt. Eine, um eine Pumpenachse gewickelte, Jeanshose, kann im schlimmsten Fall dazu führen, Gleitringdichtungen zu zerstören oder die Achse selbst zu beschädigen. Reparaturkosten von einigen tausend Euro sind keine Seltenheit.

(Sammelschacht des Hauptpumpwerkes Egestorf Bahnhof)

(Zweistufiger, trockenaufgestellter Pumpensatz, Egestorf Bahnhof)

 

Geruchsbekämpfung

Damit es nicht stinkt...
Leider kommt es immer mal wieder zu Problemen mit Geruchsbelästigungen aus dem Kanalnetz auf der Kläranlage oder in der Nähe der Pumpwerke. Wir bemühen uns um individuelle Lösungen und setzen an besonders belasteten Stellen spezielle Gelmatten zur Geruchsbekämpfung ein. Eine deutliche Verringerung der Geruchsemission kann auf diese Weise schnell und kostengünstig erreicht werden. An den Pumpstationen in Vierhöfen, Tangendorf und Lübberstedt wird die Bildung schädlicher, geruchsintensiver Gase durch Einsatz eines Fällmittels verringert. Dadurch wird auch der Betonkorrosion an Kanalschächten vorgebeugt.

 Letztes Update 15.11.2012

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